Flaschengröße

Piccolo / Quart - 0,2 Liter

Das kleinste verbreitete Weinformat. Eine Einzelportion - eine Flasche, ein Glas.

Eine kleine Flasche mit großer Funktion. Die Piccolo, im Italienischen schlicht „klein", fasst 0,2 Liter - ein Viertel der Standardflasche, eine großzügige Sekt-Portion, eine Hotelminibar-Einheit. Sie ist 19 Zentimeter hoch, wiegt voll knapp 250 Gramm, kostet im Großhandel ein bis zwei Euro pro Stück und steht in jedem österreichischen Zugbordrestaurant und in jeder Lufthansa-Business-Class hinter dem Vorhang. Im Stillwein-Bereich praktisch bedeutungslos, im Schaumwein die Standard-Einzelportion.

Auf einen Blick

Volumen: 0,2 l (200 ml). Standardflaschen: 1/4. Höhe: rund 19 cm. Vollgewicht: 220-250 g. Ergibt: eine großzügige Sekt-Flöte oder eineinhalb Standardflöten. Name: italienisch piccolo („klein"), französisch quart („Viertel").

Wo Piccolos verwendet werden

  • Hotel-Minibars: Standard-Einzelportion bei allen großen Ketten - Hilton, Marriott, Accor.
  • Zugbordrestaurants: ÖBB Railjet, Deutsche Bahn ICE - Sekt-Service ausschließlich in Piccolo.
  • Airline-Business-Class: bei Lufthansa, Austrian, Swiss als Standard-Champagner-Portion.
  • Tagungs-Catering: Stehempfänge mit definierter Pro-Person-Portion.
  • Geschenk-Sets: 6er-Boxen mit Piccolos als Mitbringsel oder Tasting-Box.

Welche Häuser Piccolo abfüllen

Champagne

  • Moët & Chandon Brut Impérial - der wahrscheinlich häufigste Piccolo-Champagner in europäischer Gastronomie.
  • Veuve Clicquot Yellow Label - Standard-Piccolo bei Premium-Hotels.
  • Pommery Brut Royal - oft in Airline-Service.
  • Piper-Heidsieck und Mumm Cordon Rouge - mittleres Preissegment.

Deutscher und österreichischer Sekt

  • Henkell Trocken - der Piccolo-Marktführer in DACH, eingeführt 1932.
  • Schlumberger Sparkling Brut - Standard im österreichischen Gastro-Bereich.
  • Söhnlein Brillant - klassischer deutscher Piccolo.
  • Geldermann Brut - im gehobenen Gastronomie-Segment.

Prosecco und Cava

Mionetto, Bottega, Canti führen Prosecco-Piccolos, Codorníu und Freixenet bieten Cava in 0,2 l. Im Aperitif-Service und auf Hochzeiten oft als günstige Empfangs-Lösung verwendet.

Geschichte der Piccolo

Henkell führte 1932 den Piccolo als „Henkell Piccolo" ein - die erste Sekt-Flasche speziell für die Bahnbordgastronomie der Mitropa und Reichsbahn. Die Idee: ein komplettes Sekt-Erlebnis ohne Anschnitt, ohne Reste, in unter zwei Minuten serviert. Das Format setzte sich schnell durch und wurde Standard in der europäischen Gastronomie. Der Name „Piccolo" wurde 1937 von Henkell als Marke registriert, lief 2007 aber als Gattungsname aus - heute darf jedes Sekthaus „Piccolo" auf das Etikett schreiben.

Piccolo bei Stillwein

Im Qualitätswein-Bereich ist die 0,2-Liter-Flasche extrem selten. Drei Konstellationen gibt es trotzdem:

  • Süßwein-Tasting: Tokaji Aszú, Sauternes oder Beerenauslese gelegentlich in 0,2-Liter-Form als Pro-Person-Portion.
  • Airline-Service: Lufthansa und Swiss bieten Rotwein und Weißwein in 0,2-Liter-Flaschen für Economy- und Premium-Economy-Service.
  • Tafelwein im Supermarkt: einfache Konsumweine wie Tafelweinflaschen aus Tetra-Pak oder Mini-Glasflaschen für den Single-Haushalt.

Praktische Aspekte

Piccolos kosten im Großhandel typisch 2 bis 8 Euro pro Stück je nach Haus und Qualität. Im Hotel-Verkauf bewegen sie sich zwischen 8 und 25 Euro, im Restaurant-Aperitif zwischen 6 und 18 Euro. Der Preisaufschlag pro Liter ist deutlich höher als bei Standardflaschen - die Gastronomie verdient an Piccolos überdurchschnittlich.

Lagerung wie Standardflasche, allerdings ohne Reife-Anspruch: Piccolos sind für den zeitnahen Konsum gedacht, eine 0,2-Liter-Flasche Champagner reift schneller als die Standardflasche und sollte innerhalb von zwei Jahren konsumiert werden.

Häufige Fragen

Was ist eine Piccolo-Flasche?

Eine 0,2-Liter-Flasche, meist Sekt oder Champagner. Aus dem Italienischen piccolo („klein"). Ein Viertel der Standardflasche, knapp 19 cm hoch. Standard-Einzelportion in Hotelminibars, Zugbordrestaurants und Airline-Service.

Wie viele Gläser sind in einer Piccolo?

Eine großzügige Sekt-Flöte (180-200 ml) oder eineinhalb klassische Champagner-Flöten (120-150 ml). Im Restaurant-Service typisch ein Glas pro Person - daher die Bezeichnung „Einzelportion".

Wer hat den Piccolo erfunden?

Henkell führte 1932 den Henkell Piccolo als erstes Sekt-Format speziell für die Bahnbordgastronomie der Mitropa und Reichsbahn ein. Die Marke „Piccolo" wurde 1937 registriert, lief 2007 als Gattungsname aus - heute darf jedes Sekthaus „Piccolo" verwenden.

Wie viel kostet eine Piccolo?

Im Großhandel 2-8 Euro je nach Haus. Im Hotel-Verkauf 8-25 Euro, im Restaurant 6-18 Euro. Champagner-Piccolos (Moët, Veuve Clicquot, Pommery) am oberen Ende, deutsche und österreichische Sekt-Piccolos (Henkell, Schlumberger) am unteren.

Gibt es Stillwein in Piccolo?

Selten, aber ja. Lufthansa und Swiss servieren Stillwein in 0,2-Liter-Flaschen im Airline-Service. Auch Süßweine (Sauternes, Tokaji) gelegentlich in 0,2-Liter-Format als Pro-Person-Portion. Im Qualitätswein-Bereich aber praktisch bedeutungslos.

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